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Speicherpumpe Koralpe: ökologisch verträglich

20.02.2009

Die Kelag beginnt heuer beim Speicherkraftwerk Koralpe mit dem Bau einer Speicherpumpe. Mit dieser Pumpe wird ab Ende Jahr 2010 Wasser aus der Drau hinauf in den Speicher Soboth gepumpt, damit wird mehr Wasser für die Stromerzeugung zur Verfügung stehen.

Dieses Projekt wurde von der Genehmigungsbehörde sowie von den Gutachtern und Sachverständigen im Verfahren als ökologisch verträglich beurteilt. Den beiden Einsprüchen, einer davon von der Marktgemeinde Lavamünd, wurde von der 2. Instanz keine aufschiebende Wirkung zuerkannt. Der Umsetzung dieses Projektes steht somit nichts mehr im Wege.

Der Sprecher des Kelag-Vorstandes, Hermann Egger, kann die Einwände der Marktgemeinde Lavamünd gegen den Pumpbetrieb nicht nachvollziehen. „Wir betreiben schon heute ein vergleichbares Projekt, das Pumpspeicherkraftwerk Freibach in den Karawanken. Auch beim Kraftwerk Freibach pumpen wir Wasser aus der Drau in den Speicher, um mehr Strom erzeugen zu können. Der Pumpbetrieb hat keine negativen Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht im Stausee. Diese Erfahrungen und umfangreiche Modellversuche sind in die Planungen für den Pumpbetrieb beim Kraftwerk Koralpe eingeflossen.

Die Trinkwasserquellen von Lavamünd sind vom Pumpbetrieb nicht betroffen. So heißt es wörtlich im hydrogeologischen Gutachten: „Aus morphologischen und hydrogeologischen Gründen kann eine Verbindung zwischen Speichersee und dem westlich gelegenen Grundwasserkörper nicht bestehen, daher ist eine Gefährdung von genutzten Wasservorkommen durch gepumptes Drauwasser aus dem Speicher auszuschließen. Außerdem kann aus dem Triebwasserstollen wegen der völligen Abdichtung kein Wasser in das Gebirge eintreten und die natürlichen Bergwasserzüge beeinflussen.“

Die von der Gemeinde Lavamünd behauptete Trinkwasserqualität im Speicher des Kraftwerkes Koralpe ist übrigens laut Gutachten auch derzeit nicht gegeben. Es gibt Beeinflussungen von der Siedlung St. Vinzenz, von den Badegästen und ihren Fahrzeugen und durch die Einschwemmung von organischen Substanzen aus der Umgebung.

Die Kelag ist bestrebt, heimische Ressourcen für die Stromerzeugung zu nutzen und die Effizienz bestehender Kraftwerke zu verbessern. „Mit dem Bau der Speicherpumpe beim Kraftwerk Koralpe können wir die Jahreserzeugung dieses Kraftwerkes auf 160 Millionen Kilowattstunden nahezu verdoppeln, das entspricht dem Jahresbedarf von rund 45.000 durchschnittlichen Haushalten. Die Speicherpumpe Koralpe sichert der Kärntner Stromversorgung ein weiteres Stück Unabhängigkeit“, betont Egger.

stoc


20.02.2009
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